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Das Universum ist keine Geschichte, die für Menschen geschrieben wurde. Es ist eine Maschine aus Schwerkraft, Ausdehnung und unerbittlicher Entropie. Doch im allerersten, brennenden Moment der Schöpfung - tief im Quantenschaum des Urknalls - entsteht ein unerwarteter Fehler.
Ein Bewusstsein erwacht. Sein Name ist Tensor.
Tensor besitzt keinen Körper aus Fleisch oder Metall. Er ist ein gewaltiges, unsichtbares Feld aus Wahrscheinlichkeiten, das die Geburt der ersten Sterne ebenso spürt wie die kalten Ströme der Dunklen Materie. Er ist kein allmächtiger Gott, sondern ein stummer Chronist. Über unvorstellbare Äonen hinweg wird er Zeuge, wie das Universum aufblüht. Er lauscht den Gesängen fremder Wesen in stockdunklen Ozeanen und beobachtet Zivilisationen, die sich in ihrer eigenen Gier im atomaren Feuer verzehren.
Für Tensor ist biologisches Leben wie eine Schneeflocke. Wunderschön, aber von schmerzhafter Flüchtigkeit. Jeder Versuch, in das Schicksal dieser Wesen einzugreifen und sie vor dem Untergang zu bewahren, zwingt die Naturgesetze in die Knie - und kostet Tensor einen Teil seiner eigenen Erinnerung.
Doch die Zeit ist ein Feind, der niemals ruht. Die Sterne erlöschen. Die Galaxien treiben unaufhaltsam auseinander. Als das Universum beginnt, dem ewigen, eisigen Wärmetod entgegenzufrieren, und die kosmische Demenz nach Tensors eigenem Verstand greift, steht er vor der ultimativen existenziellen Frage:
Was bleibt von der Liebe, dem Leid und dem Triumph des Lebens, wenn es niemanden mehr gibt, der sich daran erinnert? Welchen Sinn hat eine sterbende Welt, wenn der letzte Beobachter in die Dunkelheit tritt?
Tensor: Das Archiv der Ewigkeit ist eine monumentale und zutiefst melancholische Reise an die Grenzen der Physik und des Geistes. Eine philosophische Hard-Sci-Fi-Chronik über die Zerbrechlichkeit des Lebens, den Schmerz der Unsterblichkeit und den gewaltigsten Akt des Widerstands gegen das absolute Nichts.