Paula Imelda - Ausweg Ettelbrück
Paula, eine junge Deutsche, Absolventin der Frauenfachschule, verschlägt es zu einem Praktikum ins Luxemburg der frühen 50er Jahre. Sie arbeitet als Dienstmädchen bei einer wohlhabenden Luxemburger Industriellenfamilie.
Paula hat eine bewegte Jugend hinter sich, fühlt sich von ihrem Vater verstoßen und ständig in ihrem Bestreben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, behindert. So wächst sie fernab ihrer Oldenburger Familie bei Onkel und Tante im Saarland auf, wo sie mit dem Schrecken des 2. Weltkrieges konfrontiert wird, bekommt als Schülerin der LBA Dreibergen das strenge Naziregime am eigenen Leib zu spüren, muss mit gesundheitlichen Problemen kämpfen.
In Luxemburg ist das Leben für eine Deutsche kurz nach dem Krieg nicht leicht. Paula erlebt allerorts Anfeindungen, wird herablassend behandelt und flüchtet sich in eine Affäre mit Lucien, einem jungen Luxemburger Soldaten. Obschon sie sich in ihn verliebt, sieht Paula für sich keine Zukunft im Großherzogtum.
Sie kehrt nach Oldenburg zurück, um ein Studium zur Fachschullehrerin anzugehen. Doch wieder ist es ein Zerwürfnis mit ihrem Vater, welches ihr einen Strich durch die Rechnung macht. Aus Trotz packt sie ihre Koffer und fährt zu Lucien, der sie sehnsüchtig erwartet.
Erneut trifft sie auf Ressentiments, diesmal seitens Luciens Familie. Doch Paula lässt sich nicht entmutigen, möchte sie es ihrem Vater doch zeigen. Sie begräbt ihre Berufspläne und gleichzeitig ihr Streben, ein unabhängiges Leben führen zu können. So beginnt sie ihr Leben als Hausfrau und Mutter in dem beschaulichen Ettelbrück.