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Offene Moderne geht der Frage nach, wie «vergangenes Wohnen» für nachfolgende Generationen zu vermitteln ist: Wie kann anhand des gebauten Raumes Architekturgeschichte besser verständlich gemacht werden? Welche Rolle spielen dabei Möbel und Farben, Gärten und Haustechnik? Welche heutigen Nutzungen sind sinnvoll - sollen Baudenkmale weiterhin bewohnt werden? Diese Vermittlung durch reale Häuser ist komplex, zumal wenn es sich um zentrale Bauten der Moderne handelt, die zeigen sollen, was sie einmal waren: Wohnhäuser. Solche Bauten können keine herkömmlichen Museen sein, denn sie selbst sind das Artefakt. Mit der Frage nach Erhalt und Nachnutzung stellt sich ausserdem auch jene nach der Aktualität dieser gebauten Konzepte.
Herzstück des Buches sind neun Fallstudien zu Wohnhäusern der späten 1920er- und 1930er-Jahre, entworfen von herausragenden Architekt:innen wie Eileen Gray, Lux Guyer, Hans Scharoun, Le Corbusier, Josef Plecnik und anderen. Anlässlich ihrer Neueröffnung im März 2026 wird ausserdem die Villa Beer in Wien des Architekten Josef Frank, ein Juwel der Wiener Moderne, in einem Interview mit ihrem Besitzer und Retter Lothar Trierenberg vorgestellt. Ergänzt werden diese Beispiele durch ein Gespräch zwischen der Architekturhistorikerin Maria Welzig, dem Architekten Hermann Czech und dem Denkmalpfleger Nott Caviezel. Bildstrecken des Fotografen und Künstlers Werner Feiersinger runden den Band ab.
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