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Das Beschreiben hat in der Literaturwissenschaft seit jeher einen schweren Stand und wird selbst in deskriptologischen Systematiken meist in Abhängigkeit vom Erzählen bestimmt. Der Band schlägt einen anderen Weg ein und lotet die Potentiale des Beschreibens auch jenseits narrativer Bindungen aus. Exemplarische Fallstudien und ein erstmals ins Deutsche übertragener Aufsatz von Gérard Genette demonstrieren, wie Verfahren des Deskriptiven keineswegs nur Wirklichkeit abbilden, sondern zuallererst konstituieren. Sie stehen in gattungs- und rhetorikgeschichtlichen Kontexten und erschließen je spezifische ästhetische, epistemologische und kulturgeschichtliche Dimensionen. Im Widerspiel zwischen Referentialität und Reflexivität, zwischen Welt und Wort bleibt die Beschreibung immer in Bewegung. Mit Beiträgen vonUrsula Gärtner | Albert Gröschl | Eveline Krummen | Astrid Poier-Bernhard | Werner Wolf
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