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Polina verliert ihren Geliebten Aleksej an die Spielsucht. Was ihn am Spiel ums Geld fasziniert, ist nicht das Gewinnen oder Verlieren. Einzig und allein jener kurze Augenblick fesselt ihn, in dem die Kugel, vom Croupier in die Cuvette geworfen, in der Gegenrichtung kreist, um endlich in ein Zahlenkästchen zu fallen. Nach dem »Rien ne va plus« des Croupiers bis zum Fallen der Kugel - jener Augenblick, dessen Auswirkung durch nichts mehr zu beeinflussen ist, in dem das Leben für diesen Augenblick sich unserem Willen entzieht. Der Spieler ist ein langezeit unterschätztes Werk von Dostojewskij geblieben. Das wird sich, zumindest in der deutschsprachigen Rezeption, durch Swetlana Geiers Neuübersetzung ändern. Erschienen 1866, im selben Jahr wie Verbrechen und Strafe, diktiert in knapp vier Wochen, nimmt der Roman zu guten Teilen eine Anzahl der Motive der späteren Großwerke vorweg.
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