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Als im abgelegenen Tal ein hochmodernes Infrastrukturprojekt beginnt, scheint alles berechenbar: Genehmigungen liegen vor, Daten sind geprüft, das Gelände vermessen.
Doch schon bald zeigen die Systeme Abweichungen, die sich nicht protokollieren lassen. Licht reagiert ohne Befehl. Leitungen tragen Impulse, die niemand gesendet hat. Und Bilder tauchen auf, die mehr zeigen als Gegenwart.
Während Behörden, Medien und Politik auf Kontrolle drängen, wird deutlich, dass der Konflikt nicht zwischen Aktivisten und Bauleitung verläuft - sondern zwischen zwei Arten, Raum zu begreifen: als Fläche, die man nutzt, und als Feld, das erinnert.
Adrian, technischer Koordinator des Projekts, gerät zwischen die Fronten. Je tiefer er in die Messdaten, Archive und Resonanzen eindringt, desto weniger lassen sich Ursache und Wirkung trennen. Was wie Störung begann, erweist sich als Antwort.
Und je stärker der Versuch wird, das Gelände zu sichern, desto sichtbarer wird, dass manche Linien nicht gezogen, sondern gelesen werden müssen.
„Das Feld" ist ein literarischer Gegenwartsroman über Infrastruktur und Gedächtnis, Kontrolle und Koexistenz - und über die Frage, was geschieht, wenn eine Landschaft beginnt, zurückzusprechen.
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