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Mit der Radiofrequenzidentifikation (RFID) ist einmal mehr eine technische Innovation auf dem Vormarsch, an die vollmundige Versprechungen für Produzenten (Stichwort: Industrie 4.0) und Konsumenten geknüpft werden, die freilich in zivilgesellschaftlicher Diskussionen auch abermals Besorgnis auslöst (Stichwort: Datenschutz). Für die Arbeits- wie für die Techniksoziologie stellt sich damit die Frage, nicht ob, sondern wie diese autonome Technik an konkreten Arbeitsabläufen beteiligt ist und was es praktisch bedeutet, dass RFID-Transponder in Alltagsgegenstände und Arbeitsabläufe integriert sind. Die hier in zwei ethnographischen Fallstudien entwickelte These lautet, dass die automatische Identifikation durch RFID nicht unauffällig oder pessimistischer gesehen: hinter dem Rücken der Akteure geschieht, sondern dass die Technik im praktischen Umgang konkrete Anforderungen stellt: einen Leistungsanspruch . Gleich, mit welchen Prognosen und Visionen die RFID-Technologie auch verbunden wird ( Internet der Dinge , Ubiquitous Computing etc.): Wegweisend für die Bestandsaufnahme ist damit ein Konzept, das Popitz und Bahrdt bereits 1957 in Technik und Industriearbeit formuliert haben.
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