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Homosexuelle Manner wurden bis 1979 konsequent aus der Bundeswehr ausgemustert. Nun begrundete Homosexualitat zwar allein keine Untauglichkeit mehr, doch fur homosexuelle Soldaten galt: Wehrpflicht ja, Karriere nein. Die gleichgeschlechtliche Orientierung machte den Aufstieg zum Offizier zumeist unmoglich. Und sie wurde als Sicherheitsrisiko eingestuft. Erst im Jahr 2000 anderte das Bundesministerium der Verteidigung seinen Kurs. Klaus Storkmann untersucht anhand von Interviews, Gerichtsakten und Papieren des BMVg erstmals den Umgang der Bundeswehr mit homosexuellen Soldaten. Der Vergleich zu anderen Streitkraften und mit dem offentlichen Dienst in der Bundesrepublik Deutschland ordnet das Vorgehen der Bundeswehr in einen groeren Zusammenhang ein. Dass Homosexualitat beim Militar seit alters her ein Thema war und vielerorts auch noch ist, belegt die Studie durch Ruckblenden auf fruhere deutsche Streitkrafte, insbesondere die Nationale Volksarmee der DDR, und durch Seitenblicke auf Armeen anderer Staaten.
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