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Das biblische Bilderverbot hat in der Geschichte der judischen und der christlichen Religion eine wichtige Rolle fur die Abgrenzung der eigenen Identitat gegenuber den Bilderkulten gespielt und den byzantinischen Bilderstreit ebenso befeuert wie den Bildersturm der Reformationszeit. Was waren die leitenden Intentionen bei der Ablehnung bildlicher Vergegenwartigungen Gottes? Und wie vertragt sich diese Ablehnung mit der durch den Gedanken der Inkarnation ermoglichten Tradition des Christusbildes als Reprasentation des unsichtbaren Gottes? Welche Abgrenzungen vollziehen die alttestamentlichen Formulierungen des Bilderverbotes und wie ist es religions- und theo-logiegeschichtlich zu beurteilen? Was folgt aus den neueren archaologischen Einsichten zur Ikonographie Palastinas fur die Auslegung des Bilderverbotes? Welche Bedeutung hat es in Religionsphilosophie, Asthetik und Systematischer Theologie und wie stellt sich die Theologie heute zur Nicht-Bildlichkeit Gottes? Die Annaherungen aus der Sicht eines Exegeten und eines Systematikers sind von der gemeinsamen Uberzeugung getragen, dass eine sachgemae Hermeneutik des Bilderverbotes angesichts des iconic turn in Kulturwissenschaft und Theologie ebenso lohnend wie notig ist.
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