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Der Ruf nach Freiheit gehort zu den Konstanten der Menschheitsgeschichte. Ob der Wille frei ist, entschied schon in der antiken Philosophie daruber, ob der Mensch fur seine Handlungen verantwortlich gemacht werden kann. Die Heilige Schrift thematisiert Freiheit in Kategorien, die auf die Gottesbeziehung abheben: Der Herr befreit Israel aus der Knechtschaft Agyptens, um es in seinen Dienst zu stellen. Die Liturgie hat im Paschamysterium ihren Dreh- und Angelpunkt: Der Hinubergang von der Sklaverei zur Freiheit, vom Tod zum Leben stellt eine Dialektik dar, in der die komplette Heilsgeschichte hineingewoben ist. Aktuell begegnet Freiheit als ambivalentes Schlagwort: Auf der einen Seite wird eine Bedrohung der Freiheit angenommen, auf der anderen Seite scheint sich der Begriff individuell zu verengen und den solidarischen Aspekt einzubuen. Unubersichtlichkeit und gestiegene Komplexitat stellen Herausforderungen fur die Erfahrung eigener Freiheit dar. +++ Diese Ausgabe der ThPQ versammelt Stimmen aus unterschiedlichen Fachern der Theologie, welche sich aus bibelwissenschaftlicher, systematischer, kirchenrechtlicher, sozialethischer, liturgiewissenschaftlicher und religionspadagogischer Perspektive zum Thema "e;Freiheit"e; au ern. Die Beitrage stammen von Bernhard S. Anuth, Ulrich Berges, Hermann-Josef Gro e Kracht, Ingrid Fischer, Norbert Mette, Martin Stowasser und Gunda Werner.